Gedicht-Rede zur Hochzeit von der Bräutigam-Mutter


Liebe Gäste!

Ab jetzt soll hier aus meinen Reimen
kurz eine kleine Rede keimen –

ihr Lieben, hört nur her,
ich trau mich und werd jetzt
mütterlich-erbaulich;
doch nicht zu sehr –

denn Übermaß
verdirbt den Hörern stets den Spaß,
und außerdem hört einer hin –
voll strengem Germanistensinn -,
der jedes Silbenknattern spürt,
was zu Irritationen führt.

Ich weiß ja, Adam hat Temperament,
das sich zuweilen ungehemmt
und destruktiv dem Ding zuwendet,
und dieses Dinges Sein beendet –

so will ich erst gar nicht riskieren,
mich hier in „Faxen“ zu verlieren!

Nein, jetzt wird in medias res gegangen –
und mit der Rede richtig angefangen –,
zumindest mit dem Rede-Rest,
der mir noch Zeit zu loben lässt.

Adam!

Der Söhne bester deiner Mutter –
und der Schwester ohne Zweifel bester Bruder!

Helfer am Familienruder!

Klug, unermüdlich und nicht geizig!

Beliebt, erfolgreich und stets fleißig,
sozial, voll Güte und nie kleinlich –

sag mal, wird dir mein Lob nicht langsam peinlich?

Würd ich dich noch als Tänzer loben,
würd dieser Saal vor Jubel toben –

doch diesen Schritt will ich nicht wagen,
denn Lügen mag ich hier nicht sagen –

zudem ist Lob genug gesungen –
auf Adam, den guten Jungen.

(...)

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