Hochzeitsrede Bräutigam-Mutter

Muster-Beispiel Hochzeitsrede
(hier: als Mutter vom Bräutigam, zur Hochzeit des Sohnes)


Ja, meine liebe Schwiegertochter Eva!

Mein geliebter Sohn Adam!

Liebe Hochzeitsgäste.

Als Mutter vom Bräutigam fasse ich mich kurz mit meiner Hochzeitsrede - zu diesem Fest der Liebe.

Liebe, so sagt man, ist eine tolle Krankheit.

Man muss immer zu zweit ins Bett! ☺


Hochzeitsrede als Mutter vom Bräutigam

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Ja, ihr beiden wisst ganz genau, wovon ich spreche - nicht wahr, liebes Brautpaar?

Und das nicht nur, weil ihr beide aus dem weiß-bekittelten Gewerbe kommt.

Sondern auch, weil ihr einander heute euer Ja-Wort gegeben habt.

Eine Überweisung in die Ehe sozusagen.

Obwohl das ja schon eine ziemlich schwere Geburt war ... stimmt’s oder hab ich recht, ihr beiden? ☺

Denn die Planung dieser Hochzeit, liebe Gäste, war die bisher größte Herausforderung für Braut und Bräutigam.

Doch ihr habt es hervorragend gemeistert.

Ebenso, wie ihr alles weitere in eurem Leben meistern werdet!

Zum Beispiel euren Umzug in die USA.

Gemeinsam schafft ihr beiden alles!

Und das sage ich nicht, weil ich gerade als Mutter des Bräutigams eine Hochzeitsrede halte. ☺

Sondern weil ich weiß:

Ihr lebt einander von Herzen.

Liebe - was ist Liebe und was bedeutet sie für jeden Einzelnen?

Die Liebe verdient eine der größten Bewunderungen.

Für viele Menschen bleibt sie unsichtbar und ist dennoch da.

Liebe bewegt seit Generationen, sich zu finden, an sie zu glauben und zu vertrauen.

Liebe, man findet sie in allen Religionen, in allen Gesellschaftsschichten.

Die Liebe eines Menschens beschreibt Françoise Mauriac mit den Worten:

„Jemand lieben heißt, als Einziger ein für die anderen unsichtbares Wunder sehen.“

Heute haben sich zwei Menschen getraut, diese Liebe, dieses Glück, dieses Wunder, diese Leidenschaft, dieses Feuer für immer zu besiegeln.

Liebe wird begleitet von der Nähe zueinander, von der Wärme, die bewegt, getragen von den Herzen, die sie berührt.

Als ich meinen Sohn das erste Mal sah, dachte ich mir, ein Mensch geboren, um Liebe zu empfangen und zu geben und das ganz ohne Worte.

Als Mutter vom Bräutigam bin ich heute mehr als froh und stolz.

Liebe Hochzeitsgäste, schaut sie euch an, die beiden!

Zwei junge Menschen, die sich gemeinsam auf den Weg gemacht haben.

Zwei, die schon ein Stück zusammen gegangen sind und die sich nun versprochen haben, miteinander weiter zu gehen - so weit, bis der Himmel und die Erde aneinanderstoßen.

Sie wollen die Erde ergründen und den Himmel erobern.

Das ist eine große Aufgabe.

Schon Seneca hat gesagt - Zitat:

„Groß ist die Mühe,
den Himmel zu ersteigen,
doch für die Seele
ist es eine Heimkehr.“

Ihr beide, meine liebe Schwiegertochter, mein lieber Sohn, habt den Aufstieg gewagt.

Er führte euch genau dahin, wo der Himmel die Erde noch immer still küsst.

Genau dort, wo der Halbgott Māui die Sonne eingefangen hat, hat ein wunderbarer junger Mann meinen Sonnenschein, meine liebe Schwiegertochter eingefangen. ☺

Auf dem Berg Haleakala, auf Maui.

Ich kann es mir als Mutter gut vorstellen, wie ihr beide dort hinaufgestiegen seid.

Ganz sicher hattet ihr euch vorher einen genauen Plan zurechtgelegt, seid mit raschen Schritten vorwärtsgekommen und der heutige Bräutigam hat einen wohlgefüllten Rucksack dabeigehabt, damit unsere Prinzessin nicht hungrig wird. ☺

Und da also, wo ihr dem Himmel und der Erde gleichermaßen nahe ward, da habt ihr euch das Versprechen gegeben.

Und heute das Ja-Wort.

Schön, dass ihr den Weg gemeinsam beschreitet!

Er wird euch in den Himmel führen, die Sterne zeigen, die Baumkronen und die Wolken.

Und ich als Mutter dieses wunderbaren Bräutigams bin mir auch keineswegs bange, dass ihr nicht hin und wieder auf den Boden schauen werdet.

Auf die Steine, die in eurem Weg liegen könnten, aber auch auf die kleinen Blumen am Wegesrand, auf die Gräser, die vierblättrigen Kleeblätter und wie Sonne sich in den Pfützen spiegelt.

Denn ihr beide seid die perfekte Verbindung von Himmel und Erde.

Während uns Joseph von Eichendorff das schöne Bild vom Kuss zwischen Himmel und Erde geschenkt hat, sagte Friedrich Rückert - Zitat:

„Der Himmel ist nur da,
die Erde zu ergänzen.“ ☺

Ich als lebenserfahrene Mutter bin überzeugt davon, dass es auch vice versa stimmt. ☺

Denn das ist die Liebe: einander zu ergänzen - und ihr beide ergänzt euch ganz wunderbar.

Während du, meine liebe Schwiegertochter, gerne mal nach vorne preschst, bleibt der heutige Bräutigam erst einmal abwartend im Hintergrund.

Doch beide seid ihr sehr sehr zielstrebig, das war mein Sohn schon als kleines Kind – und, was mir besonders gut gefällt:

Ihr seid sehr achtsam mit euren Mitmenschen.

Seid auch achtsam mit euch – vor allem auch, wenn ihr wieder einmal zu viel arbeitet.

Dann denkt an euren Berg zurück, daran, wie sich Himmel berühren und die Welt für einen Augenblick inne zu halten scheint.

Doch im Grunde braucht ihr meine mütterlichen Ratschläge nicht. ☺

Ich weiß, ihr macht das schon.

Und sollte doch einmal eine Frage da sein, die eine weitere Meinung braucht, es an Rat mangeln oder Tat vonnöten sein - dann bin ich ganz in eurer Nähe.

Ich komme auch gerne einfach nur zum Essen vorbei - schließlich weiß ich ja, wie gut mein Sohn kocht ☺ – oder zum Reden und Lachen.

Ich freue mich darauf, mit euch gemeinsam Urlaubsfotos anzuschauen, ein gutes Glas Wein zu trinken und mich an eurem Glück zu erfreuen.

Dabei sein, wenn der Himmel die Erde küsst, wenn sich zusammenfügt, was zusammengehört.

Wenn der Weg so weit in die Ferne reicht, dass sich Himmel und Erde nicht mehr voneinander unterscheiden.

So lasst uns feiern - und unser Glas erheben!

Auf zwei, die zueinander gehören wie der Himmel und die Erde.

Prosit! ☺



Jede Hochzeitsrede als Mutter vom Bräutigam sollte individuell sein.

Hier sehen Sie lediglich ein Beispiel einer Rede zur Hochzeit des Sohnes.


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