Rede zum 10-jährigen Firmenjubiläum

Beispiel für Dankesreden, zum Jubiläum im Betrieb


Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herr’n - liebe Kolleginnen und Kollegen!

Bei meiner kurzen Rede zum 10-jährigen Firmenjubiläum unseres Unternehmens möchte ich eine Geschichte erzählen.

Ich möchte einsteigen mit einem Zitat - von Salcia Landmann.

Diese Schriftstellerin hätte in diesem Jahr auch etwas zu feiern – nicht ihr 10. Firmenjubiläum, aber ihren 100. Geburtstag.

Jedenfalls erzählte diese kluge Frau einst eine kleine Geschichte, die treffender kaum sein könnte – Zitat:

„In einem polnischen Nest bleibt ein Reisender mit seinem Automobil stecken.

Alle Mühe, den Wagen selber zu reparieren, ist vergeblich.

Man ruft den jüdischen Dorfklempner.

Dieser öffnet die Motorhaube, blickt hinein, versetzt dem Motor mit einem Hämmerchen einen einzigen Schlag – und der Wagen fährt wieder.

‚Macht 10 Zloty’, erklärt der Klempner.

Der Reisende:

‚So teuer?!

Wie rechnen Sie das?’ Der Klempner schreibt auf:

‚Gegeben a Klopp - 1 Zloty.

Gewusst wo - 9 Zloty.’“

Nun, warum habe ich gerade für diese Geschichte entschieden?

Weil unsere Firma auch in ihrem 10. Jahr noch genau weiss, wo den Kunden der besagte Schuh drückt.

Und: Wir haben das nötige Know-How - also sozusagen das richtige Werkzeug -, um unseren Kunden zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu helfen.

Gewusst wo.

Wir wissen auch alle aus eigener Erfahrung:

Grau ist letztlich alle Theorie –
immer helfen tut sie nie.

Denn ist die Praxis mal gefragt –
so mancher Plan schnell versagt.

Die Jungs, wie ich und du,
die packen dann schnell richtig zu.

Wir helfen dort in grösster Not,
wo die Theorie zu scheitern droht!

Sie liefert das Werkzeug – wir suchen nach dem „Wie und wo“.

Und dann schlagen wir zu – und sichern uns neue Kunden.

Damit wäre ich beim Hauptteil der ganzen Sache:

Unserem 10-jährigen Firmenjubiläum.

Dieses haben wir natürlich nicht zuletzt unseren Kunden zu verdanken.

Wir schlagen uns für sie mit Zahlen, Daten und Fakten herum.

Dann versuchen wir, alles so zu formulieren, damit auch unsere Kunden verstehen, was wir von ihnen wollen.

Annegret Kronenberg, eine eher unbekannte Dichterin, hat auch hier den passenden Spruch für mich parat:

„Es gibt Menschen,
die mich verstehen.

Menschen,
die meine Worte verstehen.

Menschen, die mich lieben,
weil ich sie verstehe."

Und genau das macht doch meine Kunden aus – Kunden, auf die ich nach 10 Jahren immer noch besonders stolz bin.

Oder anders ausgedrückt:

Kommt ein Kunde in die Bank,
bin ich schon vor Sorge krank.

Doch alles Jammern dieser Welt
führt mich nicht zu grossem Geld!

Sind mir aber die Kunden treu,
verliere ich schnell meine Scheu.

Schliesslich winken, wenn auch kleine,
süsse zarte Bonusscheine.

Nach den 10 Jahren, die wir bei unserem Firmenjubiläum jetzt schon auf dem Buckel haben, könnte dennoch mal ein wenig mehr herausspringen.

Doch ich will nicht zu lang drauf herumreiten, sondern euch verraten, warum ich überhaupt schon so lange hier bin.

Mit den mickrigen Bonuszahlungen hat das nämlich rein gar nichts zu tun!

Nein!

Vielmehr sind es folgende vier Punkte, die mich an unserer Jubilarin besonders reizen:

Erstens:

Wir bieten unseren Kunden das, was sie wollen und finden stets eine Lösung für individuelle Wünsche.

Zweitens:

Die Kontinuität unseres Unternehmens gibt mir die Sicherheit, auch in 50 Jahren noch Kunden an Land ziehen zu dürfen.

Drittens:

Hier werden Menschen ausgebildet, die sich ihrer Zukunft schon heute sicher sein können.

Wir bietet unseren jungen Mitarbeitern mehr als nur einen Regenschirm – sondern schon eine veritable Arche Noah sozusagen!

Und, der vierte Grund, warum mir unsere 10-jährige Dame so gut gefällt:

Ich war jung und brauchte das Geld – bis heute!

Ich möchte noch einmal auf unsere Schweizer Schriftstellerin zurückkommen.

In der Kurzgeschichte fragte der Reisende den Klempner:

„So teuer?“ 

Und so manches Mal fragen auch mich die Kunden, ob es nicht günstiger geht?

Dann zeige ich auf einige werte Kollegen und sage:

„Wollen Sie etwa, dass dieser junge Mann einen noch stärker verschlissenen Anzug tragen muss ..?!

Wenn wir unsere Preise noch weiter senken, müssen wir womöglich noch in den Schuppen zurück, in dem vor 10 Jahren alles begann.“ 

Komischerweise sind die Kunden dann nicht nur schockiert – sondern auch bereit zu zahlen.

Alternativ könnte ich ihnen natürlich auch das passende Werkzeug zeigen.

Wobei ich befürchte, es würde sich noch jemand bedroht fühlen.

Es ist dann wohl doch besser, ein wenig auf die Tränendrüse zu drücken, nicht wahr?

Eine dritte Möglichkeit ist es, alle Formulare bei uns einfach in vierfacher Ausfertigung auf die Kundschaft loszulassen.

Verwirrungstaktik hat bekanntlich schon so manchen Menschen zur Zahlung bewegt.

Nun gut, irgendwie kommen wir auch künftig auf einen grünen Zweig!

In diesem Punkt sind wir uns sicherlich alle einig, nicht wahr?

Oder, wie Woody Allen so treffend gesagt hat:

„Alles in allem wird deutlich, dass die Zukunft grosse Chancen bereithält – sie enthält aber auch Fallstricke.

Der Trick ist, den Fallstricken aus dem Weg zu gehen, die Chancen zu ergreifen – und bis sechs Uhr wieder zu Hause zu sein.“

Damit auch wir heute pünktlich nach Hause kommen, und uns noch ein bisschen mit der Frage nach dem „Wo“ beschäftigen können, möchte ich so langsam aber sicher zum Ende kommen.

Ich weiss, dass wir bereits 10 Jahre geschafft haben.

Mit der richtigen Intuition und Einnahmen über 10 Zloty werden wir auch weitere 10 Jahre mühelos meistern.

Für ausreichenden Nachwuchs ist in unserer Ausbildungsabteilung bereits gesorgt.

Ja, einige hier sehen tatsächlich nicht mehr ganz so knackig aus wie noch zu meiner Ausbildungszeit.

Aber es kommt ja auch immer darauf an, was wir alle gemeinsam daraus machen!

Also stoßen wir an auf eine erfolgreiche Zukunft – mit viel Erfahrung – und einen pünktlichen Feierabend!

Eine Bitte hätte ich allerdings noch:

Wenn es geht nur irgendwie,
brauchen wir eine neue Philosophie.

Ein wenig mehr an Bonusgeld,
ist das, was allen hier gefällt.

Denkt drüber nach und zahlt mal mehr,
sonst ist’s mit der Arbeitsmoral nicht so weit her.

Weil ansonsten ein jeder zufrieden ist,
bleib so, du Bank - wie du grad bist!

Darauf stossen wir an!

Auf unser 10-jähriges Firmenjubiläum!

Prosit!

Herzlichen Dank!


Jede Rede zum Firmenjubiläum muss individuell sein.

Sie sehen hier lediglich ein Muster-Beispiel von einem 10-jährigen Firmenjubiläum.

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