Goldene Hochzeit der Eltern

Ja, liebe Mutti!

Lieber Vati!

Liebe Gäste!

Paarreime eignen sich bestimmt nicht nur, um an Goldenen Hochzeiten vorgetragen zu werden.

Bisweilen kann man sich sogar keinen Reim auf das ein oder andere Paar machen.

Bei euch jedoch ist das anders.

Der Gleichklang nicht nur eurer Worte, sondern auch eurer Herzen ist so melodisch, dass es mir schwer fällt, den Ton zu treffen, der mit eurem Zweiklang einstimmig harmoniert.

Das liegt nicht unbedingt an meinem Ausdruck – sondern vielmehr an dem überwältigenden Eindruck, den ich von euch und eurer Ehe habe -, und den ihr jeden Tag aufs Neue bestätigt.

Deshalb habe ich ein kleines Gedicht geschrieben.

Weil sich mit Reimen vieles sagen lässt, wofür einem ansonsten vielleicht die Worte fehlen:

„Goldene Zeit 

Hoch steht die Sonne 
Gut für den Garten 
Der eure Wonne 
Seit vielen Jahren schon ist 

Er sorgt auch mal für Zwist 
Doch dank Rechen und Spaten 
Ist er Boden für gute Taten 
Für wärmende Worte 
An diesem Orte.

Im Garten Eden muss man nicht gießen 
Dessen Tor auch nicht verschließen 
Doch die Ernte eurer Liebe 
Holt ihr ein 
Und wenn’s beliebe 
Steht sie heute hier 
mit einem Gedichte 
Lobt und liebt und dankt euch schlichte 
Für eine Kindheit ohne Sorgen.

Ein halbes Jahrhundert!

Verwundert schau’n heute und morgen 
Die Menschen erstaunt euch nach 
Und fragen:

'Wann war der Tag 
An dem ihr euch kennen lerntet?'

Als ihr noch sätet, nicht erntet.

Es war zum Tanz in Ilmenau.
Wobei, weiß es jemand genau?

Der Ort macht nicht den Unterschied 
Es ist die Liebe, 
die man in euch sieht.

(...)