Rede am Kriegerdenkmal (Allerheiligen)

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger.

Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates.

Ich danke Ihnen allen, dass Sie heute zu unserem Kriegerdenkmal gekommen sind.

Warum treffen wir uns heute hier im Herzen von Musterstadt und legen Kränze nieder?

Aus reiner Traditionspflege?

Nein.

Sondern wir alle hier zeigen unseren Respekt gegenüber unseren Gefallenen der beiden Weltkriege und der Opfer von Unfällen oder bei Einsätzen.

Wir denken an diese Mitbürger.

Und wir bekennen uns alle klar zum Frieden.

„Nur der innere Friede kann die Wunden dieses Krieges heilen.“

Das schrieb einmal der letzte österreichische Kaiser Karl I.

Dieser Regent diente selbst an der italienischen Front sowie in Rumänien.

Karl I. wusste, was Krieg bedeutet.

Sehr geehrte Damen und Herren, fast auf den Tag genau vor einhundert Jahren tobte die zwölfte und letzte Isonzoschlacht.

Von 1915 bis 1917 kämpften dort italienische und die k. u. k. Truppen gegeneinander.

Dabei verloren über 175.000 Italiener und 123.000 Kaisertreue ihr Leben.

Zum Vergleich:

In unserem Bezirk leben über 40.000 Menschen.

Das heißt also:

Allein bei den Isonzoschlachten starben dreimal so viele k. u. k. Soldaten, wie unser Bezirk Einwohner hat!

Aber auch an den anderen Fronten, sei es in den Dolomiten oder in Galizien, starben vor hundert Jahren die Menschen.

Niemand von uns kann sich vorstellen, unter welchen erbärmlichen Bedingungen die Soldaten leben mussten.

Unsere Gefallenen und Verunfallten gemahnen uns immer wieder daran, zu erinnern, dass der Friede ein extrem hohes Gut ist.

Noch nie in der Geschichte von unserer Heimat Österreich herrschte so lange Frieden wie heute.

So soll es auch bleiben.

Wie lässt sich Krieg am besten verhindern?

Wenn bei uns allen der innere Friede herrscht.

Er heilt Wunden, gibt uns die Souveränität und hilft uns, sinnlose Gewalt zu erkennen.

Denken wir immer wieder an die Worte von Karl I.

„Nur der innere Friede kann die Wunden dieses Krieges heilen!“

Versuchen wir, unseren inneren Frieden zu bewahren - und tun wir alles dafür, den Frieden nach außen zu sichern.

In diesem Sinne legen wir nun die Kränze nieder.

In stillem, treuen und ehrwürdigen Gedenken.

Und als Zeichen …

Unserer ewigen Verbundenheit.

(...)


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