Improvisation vs. Vorbereitung: Was ist bei Reden besser?


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Er steht mitten im Rampenlicht der Bühne und Tausende Zuschauer lauschen seinen Worten – der Redner! Teilweise sind es kleine Auftritte von wenigen Minuten, andere Personen stehen von morgens bis abends auf der Bühne und ziehen das Publikum in ihren Bann. Was von außen so einfach aussieht, ist in der Praxis harte Arbeit. Jede Person, die einmal auf der Bühne stand, wird das bestätigen können. Selbst der erfahrene Redner wird vor seinem Auftritt noch ein wenig schlotternde Knie haben. Diese Anspannung ist völlig normal und liegt in unserer menschlichen Natur. Der Nervenkitzel gehört einfach dazu, sollte aber nicht unbedingt wegen mangelnder Vorbereitung in die Höhe getrieben werden. Nicht dass einem so sehr das Adrenalin durch die Adern schießt, als würde man im Casino777 den einarmigen Banditen zum Klingeln bringen. Am einfachsten geht es wahrscheinlich, wenn sich der Redner auf seinen Auftritt vorbereitet, oder? Eine berechtigte Frage, mit der sich zahlreiche Personen schon beschäftigt haben. In diesem Artikel beschäftigen wir uns näher mit dieser Frage, um mit unseren Lesern eine passende Antwort zu finden.

Die richtige Vorbereitung ist der Schlüssel zu einer überzeugenden Rede

Wie heißt es doch immer so schön: Die Vorbereitung ist das A und O. Das gilt eigentlich für jeden Lebensbereich und für jede Aufgabe. Selbst die größten Speaker unseres Planeten treten nicht unvorbereitet vor das Publikum. Vielleicht gibt es einige Menschen da draußen, die sich kleine Auftritte aus dem Ärmel schütteln, wie beispielsweise der Bräutigam auf einer Hochzeitsrede. Die Regel ist dies jedoch nicht. Vielmehr bereiten sich die Redner Tage, wenn nicht sogar Wochen, auf ihren Auftritt vor. Das hilft ihnen dabei, dem Publikum ihre Message klar und strukturiert zu vermitteln. Genau das, was sich die Teilnehmer vom Redner wünschen. Er möchte nicht die Rede mit Fragezeichen in den Augen verlassen, sondern sucht oftmals in ihr eine Lösung für etwas.

Recherchieren, strukturieren....

Im Vorfeld ist das Thema der Rede bereits klar, sodass eine solide Grundlage zur Vorbereitung steht. Nehmen wir an, es geht um das Thema „Persönlichkeitsentwicklung“. Bezüglich des Themas führt der Redner eine gründliche Recherche durch. Er schaut sich beispielsweise vorab eingereichte Fragen der Besucher an oder liest im Internet, was seiner Zielgruppe gerade auf dem Herzen liegt. Mit diesen Informationen kann er arbeiten. Er fängt an, seine Rede aufgrund dieser Recherchen logisch zu strukturieren, um wirklich alle wichtigen Punkte abzudecken. Sogenanntes Mindmapping hilft dem Redner, seine Gedanken zu strukturieren. Selbstverständlich wird nicht die gesamte Rede, Wort für Wort aufgeschrieben, sondern vielmehr stichpunktartig verfasst. Aber mit einer guten Vorbereitung stellt er sicher, dass auch alle Punkte behandelt werden.

Mit Praxisübungen vor einem ausgewählten Kreis Selbstvertrauen tanken

Steht die Rede auf zwei festen Beinen, geht es zur Praxis über. Viele Speaker proben ihre Rede einige Male allein und präsentieren sie dann einem kleinen, ausgewählten Kreis. So sammeln sie Feedback, mit diesem sie ihre Rede verbessern und Selbstvertrauen tanken können. Am Ende ist es auch eine Typfrage, wie sehr man sich vorbereiten möchte. Die einen kommen mit wenigen Worten aus, während andere etwas mehr Input benötigen. Es ist auch wichtig, flexibel zu bleiben, um kurzfristig auch mal von seinem Skript abweichen zu können.  Die Vorteile einer gut vorbereiteten Rede liegen also auf der Hand: Sie vermittelt Kompetenz und Glaubwürdigkeit und ermöglicht eine flüssige und überzeugende Präsentation.

Ein gewisses Improvisationstalent ist schon gefragt

Doch wir alle wissen: Es läuft halt nicht immer alles wie geplant. Das gilt auch für eine Rede. Unvorhergesehene Situationen, wie unerwartete Fragen aus dem Publikum, technische Probleme oder fehlendes Interesse des Publikums erfordern einen flexiblen und schnell denkenden Redner. So kann beispielsweise eine Frage eines Besuchers die Rede für wenige Minuten in eine komplett andere Richtung lenken. Es ist einfach nicht möglich, sich auf solche Situationen vorzubereiten. Dennoch liegen die Fäden nach wie vor in den Händen der Person, die gerade im Rampenlicht steht, sofern er improvisieren kann. Dies ist eine Fähigkeit, die man nur in gewisser Weise gezielt lernen kann. Man sollte sie jedoch regelmäßig in die Praxisübungen mit einbauen. So wirft beispielsweise eine Person einfach eine unvorhergesehene Frage mit in den Raum. Der Redner muss nun schauen, wie er diese Frage beantwortet und anschließend nahtlos wieder zu seinem Skript übergeht. Vielmehr spricht jedoch in solchen Situationen die praktische Berufserfahrung aus dem Redner. Er weiß, wie er nach Beantwortung der Frage die Rede wieder in die richtige Bahn lenkt. So fördert Improvisation die natürliche und persönliche Verbindung zum Publikum und kann eine Rede lebendig und authentisch wirken lassen.

Improvisation vs. Vorbereitung – ein direkter Vergleich

Theoretisch sind Vorbereitung und Improvisation zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Für eine Rede sind beide jedoch essentiell. Während die Vorbereitung Sicherheit und Struktur bietet, erlaubt die Improvisation Flexibilität und Spontanität. Eine zu starre Vorbereitung kann manchmal die Natürlichkeit einschränken, während eine zu starke Abhängigkeit von der Improvisation das Risiko birgt, den roten Faden zu verlieren. Die ideale Strategie könnte daher in einer Kombination beider Ansätze liegen: Eine gründliche Vorbereitung, die auch Raum für spontane Elemente lässt. Das bedeutet: Der Redner sollte, wie bereits erwähnt, in seinem Skript einen gewissen Spielraum für Improvisation einbauen. Dies sollte er auch in den Praxisübungen gezielt versuchen zu trainieren. Je gefestigter er darin ist, desto flexibler reagiert er während der Rede auch auf unvorhergesehene Situationen.

Fazit – die Mischung macht es

Eine ausgewogene Kombination aus gründlicher Vorbereitung und der Improvisationsfähigkeit sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Rede. Wir wissen jetzt also: Jede Rede erfordert eine umfangreiche Recherche und eine klare Struktur, um alle wichtigen Punkte verständlich zu vermitteln. Die Praxisübungen und das Feedback von kleinen Zuhörerkreisen stärken das Selbstvertrauen und die Kompetenz des Redners. Gleichzeitig bleibt jedoch stets ein gewisses Maß an Flexibilität und Spontaneität wichtig, um auf unvorhergesehene Ereignisse angemessen reagieren zu können. Ein guter Redner weiß, wie essentiell eine solide Vorbereitung ist, schöpft aber auch Selbstbewusstsein aus seiner Improvisationsfähigkeit. Nur so gelingt es, eine Rede authentisch, lebendig und überzeugend zu gestalten.