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Tischrede Brautvater

Liebe Eva, lieber Adam – liebe Gäste!

„Das Leben ohne Liebe ist wie ein Baum ohne Blüten und Früchte.

Die Liebe ohne Schönheit ist wie Blumen ohne Duft.“

So sagte es der Schriftsteller Khalil Gibran schon vor hundert Jahren.

Was mir besonders an diesem Zitat gefällt, ist der Baum.

Denn das Bild einer Familie besteht von jeher aus dem Sinnbild des Stammbaumes.

Ein guter Stammbaum muss sich ausdehnen und neue Blüten tragen.

Damit meine ich nicht nur unser zukünftiges Enkelkind ...

Sondern auch meinen neuen Schwiegersohn!

Adam, ich freue mich sehr, dich und deine Familie in unserer Familie begrüßen zu können.

Ich weiß, unser Stammbaum wird durch dich einen neuen starken Arm hinzugewinnen.

Und wer hätte das gedacht, als ihr beide euch bei einem Spaziergang im Stadtpark kennengelernt habt.

Auch in diesem Park wurde Großes zusammengefügt:

Landwirtschaft und Gartenbau.

Bodenständigkeit und Schönheit.

Aber bleiben wir noch ein wenig in diesem Bild der vollkommenen Schönheit.

Eine Ehe ist wie eine Landschaft.

Man muss sie pflegen, neues hinzufügen, altes entfernen - aber vor allem muss man sie lieben.

Denn nur durch die Liebe wird sie weiter wachsen, gedeihen und zu vollkommener Schönheit heranreifen.

Natürlich besteht eine Ehe nicht nur aus Zeiten der Harmonie.

Aber ihr beide werdet sehen, dass über allem immer auch die Liebe steht.

Denn wie steht es schon in der Bibel:

„Auch wenn alles einmal aufhört - Glaube, Hoffnung und Liebe nicht.

Diese drei werden immer bleiben; doch am höchsten steht die Liebe.“

Ihr beginnt eure Ehe mit einem Paukenschlag - einem Baby.

Das ist gut so.

Denn dieses neue Leben wird euch beide größer machen, neue Wege zeigen.

Ein Baby öffnet neue Tore, durch die ihr zusammen gehen werdet.

Es sind dies die Tore des Lebens, die euch nur euer kleiner Hosenmatz zeigen kann.

(weiter ...)